Konzept

zur Neunutzung des Sprudelhofs Bad Nauheim

Die Koordinierungsgruppe Sprudelhof will „den Sprudelhof zum Rathaus bringen“: Sie plant für Samstag, 21. April, eine Menschenkette vom Sprudelhof zum Rathaus. Für die Aktion gebe es „schon etliche mündliche Anmeldungen“, teilt die Koordinierungsgruppe (KG) mit. Ab sofort seien auch die Anmeldekarten erhältlich. Sie liegen in der Buchhandlung am Park aus und können dort auch abgegeben werden. Per Post sind die Karten an Clemens Lehr (Rießstraße 10, Bad Nauheim) zu senden. „Anmeldungen sind hilfreich, weil die Durchführung der Menschenkette an behördliche Auflagen gebunden ist“, schreibt die KG.

In ihr haben sich das TAF, der Jugendstilverein, der Museenverein und die Lokale Agenda zusammengeschlossen. Man wolle „gemeinsam mit allen Menschen, denen der Sprudelhof am Herzen liegt, ein Zeichen setzen“, heißt es in der Pressemitteilung. Es sei ein Zeichen „gegen weitere Vernachlässigung, gegen die Privatisierung, gegen Zerstörung durch unsachgemäße Nutzung; für die Übergabe an eine nachhaltig wirkende Stiftung, für eine Mischnutzung aus Gesundheit und Kultur, für eine behutsame Sanierung.“ Die Koordnierungsgruppe hat auch alle Bad Nauheimer Stadtverordnete und Magistratsmitglieder sowie Vertreter des Landes zu ihrer Aktion eingeladen.

„Seit Monaten wird – zumeist hinter verschlossenen Türen – über die Zukunft des Sprudelhofs diskutiert. Das Thema geht uns aber alle an“, betont Clemens Lehr, Sprecher der KG Sprudelhof. Vom ihm stammt auch das neue Logo der Gruppe: Vier Kacheln symbolisieren den Zusammenschluss der Vereine und Gruppierungen, Wellen stehen für den Sprudelhof, Senkrechte für die Architektur.

„Als Kulturdenkmal von europäischem Rang prägt der Sprudelhof das Aussehen unserer Stadt. Dies gibt ihm überregionale Bedeutung. Als wunderschönes Ensemble, das viel zu lange vernachlässigt wurde, ist er aber vor allem vielen Bürgern in und um Bad Nauheim ans Herz gewachsen“, schreibt Lehr. Diese Liebe zum Sprudelhof solle in der Menschenkette zum Ausdruck kommen. Verbunden werde damit die Forderung an Politiker in Stadt und Land, „nun endlich für den Sprudelhof die richtigen Weichen zu stellen“ und die Bürger hier angemessen zu beteiligen.

„Wir hoffen auf die Gründung einer Stiftung noch in diesem Jahr“, so Lehr. Inzwischen zeichne sich für eine solche Lösung in der Stadt eine breite Mehrheit ab. Wichtig sei nun, den Stiftungszweck sorgfältig zu formulieren, denn er sei – ebenso wie die Stiftung an sich – „auf Ewigkeit angelegt“. Dies bedeute, dass er, einmal beschlossen, nicht beliebig verändert werden könne. In diesem Zusammenhang müsse auch wieder über die künftige Nutzung der 35 000 Quadratmeter großen Anlage diskutiert werden.

Schon vor einem Jahr habe die KG Sprudelhof für die künftige Nutzung des Sprudelhofs eine Mischnutzung aus Gesundheit und Kultur, aus Profit- und Non-Profit-Unternehmen vorgeschlagen. „Eine solche Nutzung ist denkmalverträglich, nachhaltig und insbesondere nicht von einem einzelnen Geldgeber abhängig“, meint Lehr. Durch einen „wie auch immer organisierten Wirtschaftsbetrieb einer Stiftung“ sei diese Nutzung „mühelos zu managen“. Für die KG Sprudelhof stellt sie nach Lehrs Angaben nach wie vor die Grundlage aller inhaltlichen Diskussionen dar.

Theater Alte Feuerwache e. V. Freunde des TAF e.V. Verein Bad Nauheimer Museen Lokale Agenda 21 Jugendstilverein